Was sind eigentlich Menschen anderer Nationalität?

Wenn ich so lese, was es für Reaktionen auf die Protestaktion der Asylbewerber gibt, dann muss ich doch mal echt diese provokante Frage stellen.
Zumindest bei den Leserbriefschreibern im Merkur gibt es sowas wie zwei bis dreiererlei Menschenrassen. Die, die schon immer da warn, die, die Deutsch sind und die, die von woanders kommen.

Die, die schon immer da waren und die Deutschen müssen in der Darstellung der Leserbriefschreiber allesamt bei der Tafel das Essen holen, wärend die, die von woanders kommen das kostenlose Essen wegwerfen.

Nebenbei: Sehr charateristisch ist außerdem, dass in den veröffentlichten Leserbriefen immer gleiche Forulierungen etwas anders geschachtelt verwendet werden. Deswegen kann man die Leserbriefe mit dem Aufruf, „bleiben Sie hart Frau Hadertauer“ sowieso nicht ganz so ernst nehmen.

Zurück zum Menschenbild: „Menschen die 45-48 überlebt haben werfen nichts weg“ – ist ein auch ein vielfaches Statement. Mein erster Gedanke: „Verbrennen die ihren Müll daheim?“ Ok – vermutlich schmeißen die kein Essen weg. Trotzdem ist das kein repräsentativer Anteil an der Bevölkerung – da man dafür überschlagsmäßig 80+ sein muss – und mit delta t stirbt der verbleibende Rest der 80+ auch weg. Und die Restbevölkerung? 80-?

Die lebt im Konsumrausch und wirft solche Mengen an Abfall über Weihnachten weg, dass selbst an den Feiertagen die Containersammelstationen im Landkreis geleert werden müssen. Aber darüber regt sich ja keiner auf, den man hat ja – um sein weihnachtliches Konsumverhalten vorm eigenen Gewissen rechtfertigen zu können – Alibimäßig 10€ ans Adveniat oder so gespendet und gegen den Welthunger einen Rosenkranz gebetet. Oder den Codebaustein „Gewissen“ im Kopf schon gleich Ende November auskommentiert.

Aber wehe es protestieren ein paar Asylbeweber und schmeißen 100 kg Lebensmittel weg. Dann werden gleich von Hadertauer-Anhängern zwei Menschenbilder gezeichnet und da diese auch noch für eine richtige Pressemitteilung zu Plump sind, verbreitet man diese auch nur per Leserbrief.

Ja, Frau Hadertauer, was sind für Sie eigentlich Menschen anderer Nationalität? Grenzübertritte mit Verwaltungsaufwand? Je 20 Seiten Papier? Zeigen Sie Flagge, dass es keine besseren und schlechteren Menschen geben darf! Oder wollen Sie demnächst Asylbewerbersterne auf an Asylbewerber ausgegebene Kleidung aufnähen lassen? Nur weil man hier Gast ist, heißt das für mich nicht, dass man alles ertragen muss – und bei Ihnen, Frau Hadertauer, möchte ich nie eingeladen werden, wenn Sie Ihre Asylpolitik als Gastfreundschaft verstehen!

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