Verwirrter Anrufer gestern Nacht

Ich habs ja gerne wenn man mich anruft…

Aber was gestern vorgefallen ist hab ich noch nie erlebt. Nachdem ich gestern über den LKW-Parkplatz geschrieben hatte, ruft mich irgendein Herr mit kratziger Stimme und Rufnummerunterdrückung des Nachts an.

Sehr aufgebracht schimpft er mich aus, was ich gegen den Bürgermeister Höß in Holzkirchen hätte usw… Nachdem diese Person wohl den Blog gestern gelesen hat, nutze ich hier die Möglichkeit ihm etwas neues zum lesen zu geben:

Ich habe nichts gegen unseren Bürgermeister, zumindest nicht auf persönlicher Ebene. Der Herr hat leider nur einen sehr ausgeprägten Drang zur Selbstdarstellung – egal ob Bürgerversammlung oder Lokalpresse, er steht immer und uneingeschränkt im Mittelpunkt.

Dass er das nicht tut ist doch offensichtlich. Die von Ihnen, Herr Anrufer, genannte Südumgehung ist Bundessache, da kann er, genau wie jeder Bürger, sich an den jeweiligen Abgeordneten wenden oder dem Herrn Minister schreiben. Und der Herr Minister, sein Parteifreund aus Traunstein, kann auch NICHT den Bau der Südtangente VERFÜGEN! Herr Ramsauer hat LEDIGLICH eine Planungsgenehmigung erteilt. Mehr kann er auch als Minister NICHT! Planungsgenehmigung, Herr Anrufer, dass ist das, wo sich ein paar Ingeneure und andere g’scheite Leute den Kopf darüber zerbrechen dürfen, wie man Striche auf Landkarten einzeichnen kann! Mit Bagger oder Ausschreibung hat das noch lange nichts zu tun.

Aber hey, lieber Anrufer, ich will Ihnen Ihren Traum von der uneingeschränkten Herrschaft des Bürgermeisters nicht zerstören, deswegen darf Herr Höß auch gerne unter Beweis stellen, dass er der Macker ähh Macher von Holzkirchen ist – Zum Beispiel in dem er seinem Parteifreund aus Traunstein, der grade Minister ist, bittet, die 181 LKW-Parkplätze fallen zu lassen.

Wenn ich den Gemeinderatsbeschluss richtig verstanden hab, ist ja der CSU-Ortsverband auch dagegen – will paradoxer Weise aber nicht mit den entsprechenden rechtlichen Möglichkeiten gegen diesen Parkplatz vorgehen. Ich interpretiere für mich daraus, dass die lokale CSU wegen 430 gesammelten Unterschriften sich zu einem Lippenbekenntniss hat hinreißen lassen, dem keine ernsthafte Aktion folgt.

Allein schon, dass die Autobahnmeisterei seit über einem Jahr an einem Parkplatz plant UND NICHT WENIGSTENS EINMAL die Gemeinde informiert hat, schreit nach einer groben Dienstbeschwerde der Gemeinde über den Leiter der Autobahndirektion Südbayern, Herrn Lichtenwald. Dieser stellt sich auf der Internetseite der Autobahndirektion vor wie ein herkömlicher Politiker – und legt eine hohe Latte bzgl. der Bürgerinformation fest. Das er selbst mit seinem Amt nicht mehr über diese Latte kommt, ist, wenn sich jemand wie ein alter Politiker vorstellt, nicht weiter verwunderlich.

Aber auch zu einer Dienstbeschwerde der Gemeinde wird ja vermutlich nicht kommen, denn Leiter einer Autobahndirektion zu werden fordert ein bisschen politische Treue – die sich unschwer nachgoogeln lässt. Oder schlimmstensfalls hat die Gemeindeverwaltung Kenntniss davon gehabt und man wollte so lange still halten, bis alles vorbei ist.

Außerdem, Herr Anrufer, bitte ich darum, nicht nach 22:00 Uhr auf meinem Handy anzurufen.

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